Kopfschmerzen haben viel mit Anspannung zu tun. Und die sitzt in den Muskeln. Um lockerer zu werden, können Sie Entspannungs-Techniken anwenden. Nicht nur zu Hause, sondern auch im Alltag: neben dem Schreibtisch oder beim Warten an der roten Ampel.
Oft spüren Sie es selbst gar nicht mehr: Wie Sie die Schultern ständig hochziehen, wie Sie den Mund zusammenpressen oder mit dem Kiefer mahlen. Und den Kopfschmerzen tut das gar nicht gut. Mit gezielten Entspannungs-Übungen und mit Krankengymnastik können Sie die Spannung aus den Muskeln rausnehmen und sich beruhigen.

Bei der Progressiven Muskel-Entspannung nach Jacobson werden einzelne Muskelgruppen in einer bestimmten Reihenfolge zuerst angespannt und dann wieder entspannt. Liegend oder in einer entspannten Sitzposition ballen Sie zum Beispiel erst die Fäuste, pressen den Kiefer fest zusammen oder runzeln die Stirn. In der Entspannungsphase horchen Sie in sich hinein und spüren, ob diese Muskeln vorher unbemerkt angespannt waren.

Meist werden erst die Arm- und Kopfmuskeln angespannt und entspannt, dann folgen weitere Muskeln wie die vom Bauch sowie von Ober- und Unterschenkel. Sie können das Training nach einer Anleitung jederzeit machen: am Arbeitsplatz, beim Gehen oder im Auto beim Stop an der Ampel.

Durch den Wechsel von Anspannen und Lockern erleben Sie die Entspannungsphase intensiv und bewusst. Durch die körperliche Entspannung leitet Ihr Gehirn weniger Schmerz-Informationen an das Gehirn weiter. Nach und nach gehen typische Zeichen für eine Erregung des unwillkürlichen Nervensystems wie Herzklopfen, Schwitzen und Zittern zurück.